Datenspion

Dem Datenfluß auf der Spur! Der Palm als Schnüffler.


"Streik der Kommunikation zwischen Host und Analyzer!"
Dieser Satz verbreitet regelmäßig Schrecken beim Service-Personal. Verdammt!
Und wieder kein Tool zur Diagnose in der Tasche. Aber halt!! Erzählte doch
neulich einer, es gibt da etwas für den Palm ...

... und so sah das aus:


die schnelle Lösung für zwischendurch

Beide Datenleitungen des Kabels zw. den Streikenden werden mit einer Wald-
und Wiesen-Diode (z.B. 1N4148) angezapft. Deren zusammengelötete Kathoden
verbindet man mit dem RxD-Eingang des Palm.

Für die Visualisierung kommt das separat behandelte Programm BCC zum Einsatz.


***



Mal angenommen, der Laptop ist dennoch schnell zur Hand (vereinzelte Fälle
wurden berichtet), so läßt auch er sich als Datenspion nach folgender
Methode verwenden, die zwar mit etwas mehr Vorbereitung verbunden ist,
aber zugegebenermaßen gesteigerten Komfort in sich birgt.

nach einem Originalentwurf von Markus Müller

Deutlich lassen sich auch hier die Dioden erkennen, die nun D3 und D4 heißen.
Der Rest der Schaltung dient zur Stromversorgung und Unterscheidung der
Datenflußrichtung. Daraus wird ein Signal für die DSR-Leitung generiert,
das vom Terminalprogramm geprüft wird.

Signal | Bedeutung
InMas Masse der zu prüfenden Leitung
InRxD RxD der zu prüfenden Leitung
InTxD TxD der zu prüfenden Leitung
OMas Masse der spionierenden Schnittstelle
ORxD RxD der spionierenden Schnittstelle
ORTS RTS der spionierenden Schnittstelle
ODTR DTR der spionierenden Schnittstelle
ODSR DSR der spionierenden Schnittstelle
Die Signale bedeuten im Einzelnen:












Als Terminalprogramm dient vorzugsweise "BinTerm" von Markus Müller, dessen
Schaltungsentwurf hier leicht modifiziert abgebildet ist.
Die Seite MmVisual ist auch die Quelle für das frei angebotene Programm, von
dem unten ein Protokoll-Ausschnitt zu sehen ist.

aus dem wirklichen Leben


für das wirkliche Leben

Die Hardware ist leicht zusammengestellt. Die Belichtungsvorlage zur Platinenherstellung ist hier 1:1 abgebildet (Lötseite = Bestückungsseite). Echte Bastler drucken sie auf transparentes Papier und belichten damit handelsübliches Basismaterial mit lichtempfindlicher Lackbeschichtung.



Wenn sie fertig ist, wird sie nach diesem Plan bestückt,

das sieht einfacher aus als es ist

um nach dem Auflöten der Bauelemente so auszusehen:

das sieht schöner aus als es ist

Den Abschluß bildet der Einbau in ein praktisches Gehäuse.

das funktioniert so wie es ist

Finale grandioso!



PS.: Die Bauteile entstammen zum Großteil defekten Platinen eines BN2.
So finden sich diverse passive Elemente nicht nur unter Arbeitnehmern,
sondern auch auf einem ausgemusterten Interface-P und Tubing-PCB!

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