Mehr Saft!
Akkuaustausch am Tungsten T3 mit Laufzeitgewinn.
Einer der Hauptkritikpunkte des 2003 erschienenen Palm Tungsten T3 war seine
phänomenal kurze Akkulaufzeit. Das ist nicht nur so geblieben, dank der auf
max. 500 Ladezyklen begrenzten Lebensdauer wünscht man sich nach ca. 2 Jahren
eine Aufladestation an jeder zweiten Hausecke.
Für meinen T3 war die magische Schwelle erreicht. Nun ist der T3 dafür vorgesehen,
den Akkutausch vom Hersteller vornehmen zu lassen. Für Leute, die einen Schrauben-
dreher am richtigen Ende halten können, ergibt sich hier aber die Chance, sowohl
einen neuen als auch einen leistungsfähigeren Akku einzusetzen. Eine Bezugsquelle
ist
GPS for less, die innerhalb von 4 Tagen lieferten (nicht mit AMEX)!
Das Palm-Original hat eine Kapazität von 850mAh, während der CS-Akku 1100mAh bietet.
Mit im Paket liegt ein nett gemeinter aber unbrauchbarer Torx-Dreher.
Was man aber wirklich braucht, ist eine aufgebogene Büroklammer, mit deren beiden
Enden die Federn unter den Löchern in der Rückwand heruntergedrückt werden.
Mit der dritten Hand zieht man das Unterteil des Palms weiter heraus,
OHNE das
inneliegende Flexkabel zu überdehnen!
Mit zwei kleinen Schraubendrehern läßt sich der Stecker vom "Mainboard" hebeln,
bei Bedarf löst man
VORSICHTIG das angeklebte Flexkabel vom Gehäuse.
Er lebt noch!! Wer sich seinen T3 schon immer kleiner gewünscht hat, sollte sich
an dieser Stelle überlegen, nach Verwendung von etwas Isolierband den Formfaktor
zu erhalten. Hardware-Tasten müssen dann aber verzichtbar sein.
Nach dem Lösen von vier Schrauben auf der Rückseite läßt sich diese mitsamt Akku
abnehmen. Die vier seitlichen Nasen werden vom Fingernagel überlistet.
Vor der endgültigen Trennung lohnt sich das Abziehen des Akku-Steckverbinders,
aber
ACHTUNG: ab jetzt sind
ALLE DATEN VERLOREN, wenn nicht vorher eine
Datensicherung angefertigt wurde! (Mußte ich das erwähnen?)
Scheinbar unlösbar verharrt neben dem Lautsprecher auch der alte Akku an der
Rückwand. Er widersteht einem Entfernungsversuch mithilfe einer Klebefolie,
die man nicht gewaltfrei aber vorsichtig abziehen muß und für den neuen Akku
wiederverwenden kann.
Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge; beim Einsetzen des Sliders
muß man diesen am oberen Ende in die inneren Schienen einfädeln. Andere Hürden
sind mir nicht untergekommen.
Jetzt kommt das Spannende: bringt die Organspende den Ausdauerschub?
Ich opferte einen Tag intensiven Zockens, um eine hoffentlich günstige Statistik
zu produzieren. Video oder MP3-Hören zählt nicht, da dies nicht zu meinem
Anwendungsprofil gehört, obwohl das Gerät es bietet.

Das Ergebnis nach dem ersten Ladezyklus war ernüchternd. Das Diagramm der Freeware BatteryGraph zeichnet mit der blauen Kurve den Status in %, die rote Kurve die Spannung in mV. Das Gerät hielt ca. 4:30h durch. Bei Erreichen der 25%-Marke ließ es sich aber nicht mehr aktivieren. Merkwürdigerweise gab es keine Warnmeldung.
Ich werde einen Hard-Reset probieren, um die Schwelle zurückzusetzen, die PalmOS zur Datensicherheit festlegt. Damit müßte im unteren Bereich noch Zeit herauszuschinden sein.